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Das Thema Farbberatung ist seit den 1980er Jahren in Deutschland bekannt. Die erste Methode, die hier ausgeübt wurde, war die sogenannte Vier-Jahreszeiten-Methode. Aus den vier unterschiedlichen Jahreszeiten (Frühling, Sommer, Herbst und Winter) wurde dann ein Farbpass ausgewählt. Das Kriterium hierfür war damals ausschließlich die eigene Farbgebung und es wurde streng zwischen sogenannten kühlen und warmen Farben unterschieden. Diese Methode war jedoch nur eine Vereinfachung der "Suzanne Caygill Methode", welche 1942 von der Amerikanerin Suzanne Caygill erfunden wurde.
Suzanne Caygill arbeitete aber mit tausenden von Stoffmustern und benutzte dabei auch keine vorgefertigten Farbpässe. Sie erstellte für jeden Kunden individuelle Farbpässe. Ihre Einteilung der Jahreszeiten basierte auf persönlichen Merkmalen, wie z.B. Ausstrahlung, Persönlichkeit, Körpersprache und Farben.

Mit den Jahreszeiten in der Natur können wir gewisse Eigenschaften und Merkmale in Verbindung bringen. Diese Ansichtsweise ermöglicht, dass jemand sich oft in mehreren verschiedenen Jahreszeiten wiederfindet und meistens sieht man auch diese Richtungen dann in der Palette wieder. Es kommt öfters vor, dass jemand eine Kombination aus zwei oder drei Jahreszeiten hat. Kühle und warme Farben kommen auch sehr oft in einer Palette vor. Ein Beispiel für den Zusammenhang von Jahreszeiten und Eigenschaften wäre z.B.:
Frühling: mädchenhaft, leichte Austrahlung, zwanglos, spontan, natürlich, jugendlich, offen, extrovertiert
Sommer: ruhig, romantisch, introvertiert, detailorientiert, weich, elegant
Herbst: extrovertiert, direkt, mutig, stark, erdig, extravagant
Winter: streng elegant, dramatisch, sehr privat, intensiv, introvertiert
Bei der großen Farbberatung fange ich mit dem Malen an. Um die Farbqualität der Kunden zu erfassen, mische ich mit Acrylfarben die Untertöne in der Haut, die Lippenfarbe, Augenfarbe und Haarfarbe. Hierbei erörtere ich, ob diese Farben warm, kühl oder eine Kombination aus beidem sind bzw. ob sie mit grau, weiß, braun oder schwarz gemischt worden sind. Danach wähle ich die passenden Stoffmuster in den 13 Kategorien, welche mit diesen Tönen harmonisieren, aus. Zum Schluss werden dann die richtigen Stoffmuster auf den Faltbogen und den Farbpass geklebt. Ordner mit großen Sammlungen von Fotos werden gemeinsam durchgeschaut und besprochen.
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